Während ich hier sitze und ein Interview mit einem der engstirnigen "Spielemüll frisst Kinderseelen"-Populisten lese, verhindert nur das Schnurren meiner Katze, dass ich in aggressives Schreien ausbreche.
Die Stilblüten des Herr Pfeiffer mit drei F möchte ich hier kurz kommentieren.
Nee, natürlich nicht. Weil ja die kleine Gruppe der potentiellen Amokläufer ohne Freunde und ohne echtes Leben viel lieber in den Laden gehen und dort beim Verkäufer betteln, er möge ihnen das verbotene Spiel bitte verkaufen, anstatt es sich schnell und unkompliziert aus dem Internet zu laden.
Welches gesunde Kind zieht denn bitte Mathe- und Vokabelnlernen dem (Computer)-spielen vor? Dafür muss man nicht irgendwie gestört oder von Spielen beeinflusst sein, sondern einfach nur ein Kind.
Mangelnde Anerkennung, desinteressierte und ausgebrannte Lehrer, fehlende Motivation, überfüllte Klassenräume und generelle Perspektivlosigkeit sind noch viel weniger fördernd.
Ja ach? Was ist denn schlimm daran, wenn Tester X dem Hersteller Y rät, die Gewalt in Spiel Z etwas zurück zu schrauben und stattdessen beispielsweise lieber das Spielerlebnis zu intensivieren?
Wenn sich diese Gutachter aus erster Hand informieren würden, dann wüßten sie auch wovon sie sprechen.
Hält der die USK für so eine Art Sekte des Bösen, die nur darauf aus ist möglichst viel Unheil zu verbreiten?
Werden die Killerspiele, die ja verboten werden sollen, in dieser Milchmädchen-Rechnung bedacht?
Narf!
Die Katze ist inzwischen gegangen, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Um mich weiterhin vor den Schreikrämpfen zu bewahren, nehme ich mir jetzt ein Buch und kasple mich damit aus der echten Welt und von den echten Problemen ab...


1 relevante Meinungen:
Watten Idiot... je realitätsfremder desto besser und alle Spieler sind potentielle Amokläufer und die Gesellschaft is ja an alledem nich schuld.. Jippi willkommen in der Objektitvtät, der kerl hat nen argumentationsaufbau, as sis unglaublich
da kann man sich nur aufregen
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